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Ausstellungsansicht SABINE HERTIG - SCRAP Ausstellungsansicht SABINE HERTIG - SCRAP Ohne Titel, 2015 | Analoge Collage auf Holz, als Objekt gerahmt | 55 x 70 cm | Archiv-Nr. 0209 Ohne Titel, 2015
Analoge Collage auf Holz, als Objekt gerahmt
55 x 70 cm
Archiv-Nr. 0209 Ausstellungsansicht SABINE HERTIG - SCRAP Ausstellungsansicht SABINE HERTIG - SCRAP Ohne Titel, 2015 | Analoge Collage auf Papier, als Objekt gerahmt | 32,5 x 23,5 cm | Archiv-Nr. 0198 Ohne Titel, 2015
Analoge Collage auf Papier, als Objekt gerahmt
32,5 x 23,5 cm
Archiv-Nr. 0198 Ohne Titel, 2011 | Ohne Titel, 2011 | Ohne Titel, 2013 | Analoge Collagen auf Papier, als Objekte gerahmt Ohne Titel, 2011
Ohne Titel, 2011
Ohne Titel, 2013
Analoge Collagen auf Papier, als Objekte gerahmt Ohne Titel, 2013 | Analoge Collage auf Papier, als Objekt gerahmt | 17 x 17 cm | Archiv-Nr. 0094 Ohne Titel, 2013
Analoge Collage auf Papier, als Objekt gerahmt
17 x 17 cm
Archiv-Nr. 0094 Ohne Titel, 2016 | Analoge Collage auf Holz, als Objekt gerahmt | 75 x 92 cm | Archiv-Nr. 0212 Ohne Titel, 2016
Analoge Collage auf Holz, als Objekt gerahmt
75 x 92 cm
Archiv-Nr. 0212 Ausstellungsansicht SABINE HERTIG - SCRAP || Landscape Nr. 12, 2015-2016 | Analoge Collage auf Leinwand | 160 x 240 cm Ausstellungsansicht SABINE HERTIG - SCRAP

Landscape Nr. 12, 2015-2016
Analoge Collage auf Leinwand
160 x 240 cm Landscape Nr. 12, 2015-2016 | Analoge Collage auf Leinwand | 160 x 240 cm Landscape Nr. 12, 2015-2016
Analoge Collage auf Leinwand
160 x 240 cm Landscape Nr. 11, 2013-2015 | Öl, Acryl und analoge Collage auf Leinwand, 6-teilig, | integrierter USB-Stick mit freiem Speicherplatz | 320 x 360 cm Landscape Nr. 11, 2013-2015
Öl, Acryl und analoge Collage auf Leinwand, 6-teilig,
integrierter USB-Stick mit freiem Speicherplatz
320 x 360 cm Ausstellungsansicht SABINE HERTIG - SCRAP Ausstellungsansicht SABINE HERTIG - SCRAP Ohne Titel, 2014 | Analoge Collage auf Holz, als Objekt gerahmt | 42 x 30 cm | Archiv-Nr. 0186 Ohne Titel, 2014
Analoge Collage auf Holz, als Objekt gerahmt
42 x 30 cm
Archiv-Nr. 0186 Ohne Titel, 2013 | Analoge Collage auf Papier, als Objekt gerahmt | 22,5 x 21,5 cm | Archiv-Nr. 0113 Ohne Titel, 2013
Analoge Collage auf Papier, als Objekt gerahmt
22,5 x 21,5 cm
Archiv-Nr. 0113 mirror, 2015 | Analoge Collage auf Holz, als Objekt gerahmt | 62 x 81 cm | Archiv-Nr. 0213 mirror, 2015
Analoge Collage auf Holz, als Objekt gerahmt
62 x 81 cm
Archiv-Nr. 0213
SABINE HERTIG
Scrap

5. April 2016 – 28. Mai 2016
 
Gebratene Fischstücke, Menschenhaufen und verwelkte Blumenteile türmen sich zur Landschaft auf. Wie selbstverständlich treten Fragmente aus der Unschärfe hervor und sind doch Teil eines hintergründigen Gesamtgefüges. Eisbären schwimmen im collagierten Wasser und bäumen sich auf. Menschen und Tiere verstecken sich hinter Mauern und im Dickicht. Alles scheint in Rotation versetzt und verwirbelt sich malerisch zu pflanzenähnlichen Gebilden und architektonischen Elementen. Im selben Moment droht das Angestaute sogleich wieder zusammenzubrechen. Alles – und sei es noch so verwirrend – scheint ineinander zu passen und entfaltet eine erstaunliche Raumtiefe.
 
Bei näherer Betrachtung wird die Sehnsucht nach Orientierung immer grösser. Architekturfragmente, Landschaftsteile, Menschengruppen und Essensreste rücken zusammen. Alles scheint sich in ein prekäres Ganzes zu fügen, sind doch die Collagefragmente mit ihren Bildkanten sowie Licht- und Schattenflächen so zusammengesetzt, dass deren Schnittstellen auf Distanz nicht erkennbar sind.
 
Sabine Hertig pflegt seit Jahren einen offensiven Umgang mit allen Informationsmedien. In ihrer zweiten Einzelausstellung in der Galerie STAMPA führt sie ihren Landschaftszyklus weiter und zeigt neueste Arbeiten. Die Künstlerin hat ihre Bildquellen ständig erweitert und bedient sich in „Scrap“, nebst Bildern aus Zeitungen, Magazinen und dem Internet, vermehrt auch des Bilderrepertoires von Koch- und Tierbüchern.
 
Neben grossformatigen, farbigen Collagen liegt ein neuer Schwerpunkt auf monumentalen Schwarzweiss-Collagen. Dank präziser Kompositionen und einer elaborierten Lichtführung wird der Blick des Betrachters auf untergründige Weise gesteuert. Der Pinsel wird dabei nur noch zur Retouche eingesetzt oder gänzlich weggelassen. Gleichzeitig nähern sich die historisch wirkenden Schwarzweiss-Collagen immer stärker der Malerei an: Der analytische Schwarzweiss-Strich der Zeichnung löst sich in malerische Synthese auf.
 
Folgerichtig erweitert Sabine Hertig mit dem Ausstellungstitel „Scrap“ auch den Begriff der Collage. „Scrap“ bedeutet ja mehr als etwas Weggeworfenes, Ausgesondertes oder in Stücke Zerlegtes. „To scrap“ heisst auch „etwas abschaffen“, inklusive Regeln und Gesetzen. Die Collage ist für Hertig denn auch weit mehr als ein medientechnologisches Instrument, nämlich ein Werkzeug des anschaulichen Denkens über eine Welt, die selbst zur Informationsmontage geworden ist.