Siebenundzwanzig Knochen Gedicht, 2024
Supermutter, 1982
Ausstellungsansicht MONIKA DILLIER
Hand, 2024
Ohne Titel, 2025
Gehirn im Erregungszustand, 2002-2007
Ausstellungsansicht MONIKA DILLIER
Dead man, 2009-2025 Die Ausstellung zeigt ein Zusammenspiel von Monika Dilliers Arbeiten aus den 1980er und 90er Jahren bis heute, von ihren frühen Acrylbildern zu aktuellen Aquarellzeichnungen und Collagen. Eine Entwicklung, die auch eine Bewegung in verschiedene Richtungen darstellt, mit Verschränkungen von Jetzt und Früher: Dilliers neueste Knochen-Zeichnungen gehen Entsprechungen mit ihren frühen exzessiven Körper-Bildern ein. Die Orientierung am weiblichen Körper korrespondiert mit dem Blick auf Knochen, Tod und Schrift, wie er sich in dem Gedicht Hand der polnischen Dichterin Wisława Szymborska zeigt. Die Künstlerin hat es in einem Schrift-Bild gerahmt und aus dessen erstem Vers „Siebenundzwanzig Knochen“ die Inspiration für eine Reihe neuer Arbeiten gewonnen. In ihnen lassen sich Knochen erkennen, die zugleich auch Blumen und Schriftzeichen, Buchstaben sind.
Die ebenfalls präsentierten Hefte Dilliers sind ein wichtiger und eigenständiger Teil ihrer künstlerischen Arbeit. Die Pariser Hefte entstanden während einer Residenz in der Cité international des Arts im Atelier der Visarte Schweiz in Paris. Sie folgen dem Konzept, zu Fuss in vier Himmelsrichtungen zu gehen, um sich einer fremden Stadt anzunähern. Beim Anschauen der Hefte und Anhören der begleitenden Gespräche wird man imaginär in die Spaziergänge eingebunden.